Archive for the 'Allgemein' Category

Vortrag und Diskussion zur Einführung in die Gesellschaftskritik

Ermittelt gegen die Wirklichkeit: Agent Lemmy Caution.

Ermittelt gegen die Wirklichkeit: Agent Lemmy Caution.

Vor noch nicht einmal einem Jahrhundert schrieb Bertold Brecht, es sei eine Lust unseres Zeitslters, alles so zu begreifen, dass wir eingreifen können. Heute scheint diese Lust an der Gesellschaftskritik den Leuten völlig vergangen zu sein.
Die berechtigte Frage lautet: Wozu soll eine “theoretisch” Gesellschaftskritik zu gebrauchen sein, wenn sie doch keinen Misstand aus der Welt schafft. Weder die löhne erhöht, noch den regenwald rettet? Haben die SPD, die Grünen, Greenpeace und tausend andere initiativen nicht bewiesen, dass es “mehr bringt” “konkret” was für die Leute und die Umwelt zu tun, als sich über Zettelbergen und staubigen Büchern den Kopf über Gott und die Welt zu zerbrechen?
Unsere Antwort heißt nein! Nicht weil staubige Bücher dafür sorgen, dass man akademisch daher quatschen kann und belesene Leute bessere Menschen sind, sondern weil eine kritische Theorie der Gesellschaft der einzig durchdachte ausdruck der Wut über die Verhältnisse ist.
Die Verzweiflung und Wut, die ensteht, wenn man an einem schönen Sommertag in der Schule und Uni oder auf Arbeit einen Blick aus den Fenster wirft; der Ärger, der entsteht über das nächste Ding, das man möchte und doch nicht bezahlen kann, die Trauer und Angst über die schlechte Note in Schule oder Uni und tausend andere Dinge, die unseren leben so schwer machen, uns jeden Tag soviel Ärger und Leid bereiten, dass wir wohl depressiv darüber würden, lässt sich nur in ein Kritik der ganzen Gesellschaft formulieren.
Das soll im Workshop vorgetragen und diskutiert werden.

Wann? Samstag 19.06., 18.00 Uhr.
Wo? Magdeburger Allee 46, auf Höhe der Lutherkirche.

Linkes Jugendcamp

Bereits angemeldet: Michail Bakunin.

Bereits angemeldet: Michail Bakunin.

Nachdem bereits Gestern die Flyer für das diesjährige Linke Jugendcamp der thüringer Arbeiter_innenjugendverbände, vom 28. – 30. Mai auf dem Rittergut Lützensömmern, angekommen sind, ist heute auch endlich die Homepage online gegangen (hier klicken). Großspurig angekündigt sind bereits Trink- und Castorplanspiele, sowie Workshops zu unterschiedlichen Themen, etwa zu Rosa Luxemburg und zur Situationistischen Internationale. Ausserdem wird ausgiebig gefeiert werden, am Lagerfeuer rumgelungert und mit etwas Glück der eine oder andere Revolutionsschlager gesungen werden. Anmelden kann sich wer will sich ab sofort, entweder über uns, oder aber über das Anmeldeformular auf der Homepage.

Zeit: 28. – 30. Mai 2010
Ort: Rittergut Lützensömmern
Teilnahmebeitrag: 15€ (Falken Mitglieder) bzw. 20€ (Nicht-Mitglieder) (Für Übernachtung, Verpflegung, Veranstaltungen …)

Wie immer soll es am scheiß Geld nicht scheitern. Wenn du mitkommen möchtest, aber nicht genug Knete hast, melde dich einfach, wir finden eine unkomplizierte Lösung.

Kritische Theorie der Krise

Th. Adorno

Th. Adorno

Gestern in der Gruppenstunde haben wir relativ spontan beschlossen am Wochenende nach Frankfurt/Main zum Symposium “Kritische Theorie der Krise” (PDF Flyer hier) des Studienwerks der Rosa Luxemburg Stiftung zu fahren. Dort soll es die Frage gestellt werden, welche Rolle die Krise für die Konstitution der Kritische Theorie spielte gehen. Sollte sich jemand anschließen wollen ist er und sie herzlich willkommen. Übernachtung, Verpflegung etc. müssen leider ggf. selbst geklärt werden, die Fahrt ist allerdings inklusive. Einen Teilnahmepreis gibt es nicht.

Zweifel

Ab sofort sind die Aufzeichnungen von unserem Vortrag zur Frage “Warum überhaupt erinnern?” und unser Interview über Dresden und Gedenken bei Radio Frei online (hier). Ausserdem möchten wir einen Bericht über den Naziaufmarsch in Dresden und die Gegenaktivitäten von den Dresdener Falken dokumentieren:

Von indymedia bis Bild freuen sich alle, dass der Aufmarsch verhindert worden ist. Es bleiben Zweifel. Am Konzept Groß-Bündnis, an der Tatsache, dass eine grundsätzliche Kritik am Dresdner Opfer-Mythos nur auf der Demo am Vorabend geäußert wurde, daran, dass vom Ergebnis betrachtet, die Law-and-Order-Politik von Stadt und Land scheinbar notwenig gewesen ist. Diese Zweifel hängen irgendwie zusammen und es stellt sich die Frage: Hat Dresden diesen Naziaufmarsch nicht eigentlich verdient?

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Veranstaltung zu Dresden und Gedenken am 10.02.

quelle:mut-gegen-rechte-gewalt.de

Jedes Jahr von neuem gibt es in Dresden zur Erinnerung an die Bombardierung der Stadt am 13.02.1945 durch die Allierten einen riesen Gedenk-Rummel. Neben Lesungen zum “Untergang Dresdens”, “Wachen und Beten für den Frieden in der Welt” und anderen Veranstaltungen der BürgerInnen, marschieren auch tausende Neonazis unter den Namen “Trauermarsch für die deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors” auf. Wie jedes Jahr formiert sich gegen diesen Aufmarsch ein breites Bündnis aus Antifa, Parteien, Gewerkschaften, Jugend- und Sozialverbänden und ruft, unter dem Namen “Dresden Nazifrei”, zur gemeinsamen Blockade der Nazis auf. Ausserdem finden sich unter den NazigegnerInnen noch einige, die den Gedenkrummel überhaupt, und nicht bloß seine “Vereinnahmung” durch die Nazis kritisieren.

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Aus diesem Anlass wollen wir am 10.02.2010 ab 19.00 Uhr zum einen darüber Informieren, was in Dresden überhaupt abgeht, welche Veranstaltungen es gibt und wie man sich untereinander koordinieren kann und zum anderen die Frage stellen, “Warum überhaupt erinnern?”. Es soll gefragt werden, ob und wenn ja warum die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im besonderen und mit Geschichte im allgemeinen wichtig ist und welchen Stellenwert diese Auseinandersetzung für eine Kritik der kapitalistischen Gesellschaft hat.

Wann: 10.02.2010, 19.00 Uhr
wo: KoWo-Haus der Vereine – Johannesstr.2 – 99084 Erfurt (2 min zu Fuss vom Anger)

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von den Versammlungen der SJD – Die Falken KV Erfurt ausgeschlossen.

PS
eine Übersicht über die Abfahrtzeiten die bereits Freitag und mit dem Zug anreisen wollen, findet ihr hier.

jahresabschlussfeier

essen vorher

vorher

Die Jahresabschlussfeier ist zuende. Wie es sich gehört, haben wir fürstlich geschlemmt und gefeiert und es nocheinmal krachen lassen. Zu essen gabs Falaffel, Hirtensalat, Zigarrenbörek … und auch zu trinken gab es allerlei feines. Doch nicht nur die Abschlussfeier, sondern auch das Jahr geht langsam zuende und es machen sich auch schon erste Verfallserscheinungen bemerkbar. So werden wir heute Abend, schon reichlich ausgedünnt, unsere letzte Gruppenstunde dieses Jahr haben.

ahnen

Alkohol hat eine lange Tradition


Erfreulich ist, das endlich auch die Stadtführungsbroschüren “…die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…” da ist. Weitere Infos zu unserem Stadtführungsprojekt findet Ihr hier. Wir werden die Broschüren in den kommenden Wochen im Stadtgebiet verteilen. Ausserdem könnt ihr die Broschüre natürlich auch bei uns bestellen.
alkohölle

wohl weniger fröhlich:christliche abstinenzler

Im nächsten Jahr geht es weiter mit unserer Veranstaltung zum Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und auch inhaltlich wollen wir uns mit Ros Luxemburg (weiter) beschäftigen. Immerhin dient die Darüber hinaus gibt es bereits jede Menge Ideen und Wünsche, die wir aber ersteinmal noch durchplanen müssen. Sobald es neue Infos gibt melden wir uns wieder und hoffen ansonsten das ihr die freie Zeit genießt.

essen nacher
nachher.

Aktion gegen Kürzungen

Zu Besuch im Rathaus: etwa 80 Jugendliche, Kinder und Eltern

Zu Besuch im Rathaus: etwa 80 Jugendliche, Kinder und Eltern

Am Montag Nachmittag fand in Erfurt spontan eine Begehung des Rathaus statt. Aus Emphörung gegen die geplanten massiven Kürzungen im Sozialhaushalt hatten sich ca. 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor dem Rathaus eingefunden. Um die Stadtratsfraktionen vor den Bürger_innen zu schützen, wurde das Rathaus geschlossen und von der Polizei der Zugang behindert.

Bei Unmut stets zur Stelle: Die Freunde und Helfer in Grün

Bei Unmut stets zur Stelle: Die Freunde und Helfer in Grün


Polizei schützt Rathaus vor Kindern Trotzdem drangen etwa 30 Personen ins Rathaus ein. Die Staatsbeamten konnte in letzter Sekunde verhindern, daß die Regierenden bei ihren Geschäften gestört wurden. Im Empfangsbereich wurde gefeiert, sehr zum Unmut der 50 Leute (vor allem Kinder), die draußen warten mussten. Lautstark forderten sie „Uns ist kalt, wir wollen rein“, wummerten gegen die Türen und klingelten ausgiebig. Nur durch den heldenhaften Einsatz von zwei Polizeibeamt_innen konnte verhindert werden, daß die für ihre eigenen Belange natürlich völlig unqualifizierten Kinder sich in die Mittelverteilung der Kinder- und Jugendhilfe in Erfurt einmischen.

Sozialdemokratische Aktion, hier: Tamara Thierbach (die LINKE)

Sozialdemokratische Aktion, hier: Tamara Thierbach (die LINKE)

Tamara Thierbach genervt Nach 20 Minuten Verhandlungen kam die Bürgermeisterin Tamara Thierbach, bat erfolgreich die Leute vor die Tür und hielt eine kleine Rede über Sachzwanglogik und Rechtsnormen. Damit hat die Sozialdemokratie mal wieder ihre Beschwichtigungsaugabe erfüllt und der aufgebrachten Menge die Kürzungen als unabwendbar verkauft. „Vielen Dank“, denken sich vermutlich die Konservativen.

Quelle: Infoladen Sabotnik.

Kulturindustrie. Mediengesellschaft als „Massenbetrug“?

Seminar mit Christoph Hesse (Arbeitskreis rote ruhr uni).
06.12.09, 11.30 Uhr im Filler. Anfahrtsbeschreibung gibt es hier. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

“Zuletzt ist es gleichgültig, ob der Herde eine Meinung befohlen oder fünf Meinungen gestattet sind. – Wer von den fünf öffentlichen Meinungen abweicht und bei Seite tritt, hat immer die ganze Herde gegen sich.” Nietzsche

Kulturindustrie meint – seit der „Dialektik der Aufklärung“ von 1947 – jenen gesellschaftlichen Komplex, der weithin auch mit Massenkultur oder Massenmedien bezeichnet wird. Die Begrifflichkeit ist dabei keineswegs zufällig. Wie Adorno später betonte, sei man darauf bedacht gewesen, “von vornherein die Deutung auszuschalten, die den Anwälten der Sache genehm ist: daß es sich um etwas wie spontan aus den Massen selbst aufsteigende Kultur handele, um die gegenwärtige Gestalt von Volkskunst.” Um wenige Begriffe der Kritischen Theorie ranken sich seither mehr interessierte Mißverständnisse als um den der Kulturindustrie. Daß zum Beispiel Adorno, weil er von Kunst mehr und unter Kultur anderes verstanden hat, als die Kulturindustrie ihren Zeitgenossen zu denken zuläßt, deshalb versnobt gewesen sei, ist noch der dürftigste Einwand von Leuten, die ihr unverschuldetes Vergnügen an der Sache rationalisieren wollen. Auch unter den vielfältigen Kulturtheorien herrscht Einvernehmen darin, daß die Thesen über Kulturindustrie wie auch immer veraltet seien. In der Tat haben Horkheimer und Adorno damit einer Erfahrung Ausdruck gegeben, die heute vielleicht gar niemand mehr machen kann, weil jeder bereits zum Reproduktionskreislauf der Kulturindustrie unweigerlich hinzugehört. Nicht mehr nur das Ökonomische und Politische, auch das vermeintlich Private, das „eigene Leben“, die zwischenmenschlichen Beziehungen, der individuelle Genuß und nicht zuletzt das Denken sind in die Zuständigkeit des gesellschaftlichen Ganzen übergegangen. Kulturindustrie ist insofern zum Inbegriff der integralen Gesellschaft geworden, die jeden Ausweg versperrt, oder schlimmer noch: in der jeder mit Rosen gepflasterte Ausweg nur um so tiefer ins Verhängnis zurückführt. Daß die Thesen über Kulturindustrie wahlweise „unterkomplex“ oder „übertrieben“ und auf jeden Fall „kulturkonservativ“ seien, gehört zu den geläufigsten Einwände bis heute. Die summarische Kritik mache sich blind gegen das Widersprüchliche und Widerständige der sogenannten populären Kultur und rücke zudem eine insgesamt doch eher harmlose Veranstaltung in die Nähe totalitärer Repression. Erstaunlich ist allerdings, wie wenig die von anderer Seite in Anspruch genommene Differenzierung der Sache bei den Kulturindustriethesen selber gelingt. Häufig ist von einer holzschnittartigen Manipulationstheorie die Rede, die man sodann diskursanalytisch oder anderweitig auflösen kann. Ebensooft wird das theoretische Fundament der Kulturindustriekritik, die Marxsche Warenanalyse, sei’s einfach ignoriert oder nach Art der Stillen Post überliefert. Zu einem scheinbaren Allerweltsthema wie Kultur(-Industrie) hat offenbar jeder immer schon eine Meinung, ohne die Sache einigermaßen überschaut zu haben. Es geht nicht darum, ob man der Kritik der Kulturindustrie, wie man es bei politischen Ansichten tut, im einzelnen zustimmt oder nicht. Zu klären wäre aber, welche Rolle ihr in der kritischen Theorie spätkapitalistischer Vergesellschaftung zukommt, etwa als Scharnier zwischen ästhetischer Theorie und Ideologiekritik des gesellschaftlichen Massenbewußtseins (des oft ebenso märchenhaft interpretierten „Verblendungszusammenhangs”). Wer sich dessen leichtfertig entledigt, wird es zumindest schwer haben zu begreifen, warum die von den Gestalten und Mißgestalten der populären Kultur ergriffenen Menschen auch weiterhin mehrheitlich “für baren Unsinn das Martyrium erleiden” (Adorno), anstatt es etwa abzuschaffen.

Das Seminar soll – anhand der gemeinsamen Diskussion des entsprechenden Kapitels aus der „Dialektik der Aufklärung“ (und ggf. anderer Texte zum Thema) – einen Begriff von Kulturindustrie entwickeln helfen, der über die bisweilen üblichen Schlagworte von Standardisierung und Massenbetrug hinausreicht. Je nach Interesse könnte es dabei vor allem um den Stellenwert der Kulturindustriekritik für die Kritischen Theoretiker selber, um die theoretischen Voraussetzungen dieser Kritik oder auch um deren Bedeutung gegenüber zeitgenössischen Medien- und Kulturtheorien gehen.

„…die wichtigste aller Künste“ – Bilder der Avantgarde im Kino der Revolution

Vortrag mit Filmbeispielen von Christoph Hesse (Arbeitskreis rote ruhr uni).
05.12.09, 18.00 Uhr im Filler. Anfahrtsbeschreibung gibt es hier.
Anschließend Überraschungsfilm.

Der Film sei die wichtigste aller Künste, meinte Lenin: weil nämlich der Film, anders als die dem gebildeten Bürgertum vorbehaltenen traditionellen Kunstgattungen, der gesamten Bevölkerung zugänglich sei. Der Film, hoffte er, werde den Massen die Revolution in jedermann verständlichen Bildern nahebringen. Die in der Sowjetunion der zwanziger Jahre produzierten Filmkunstwerke schienen ihm sogar recht zu geben, Sergej Eisensteins „Panzerkreuzer Potjomkin“ war von Moskau bis Hollywood berühmt. Den Ruf „Brüder!“ des Matrosen Wakulintschuk vernahmen zumindest die Filmkritiker aller Länder. Auf das erwachsende Klassenbewußtsein des Publikums wartete man jedoch ebenso vergeblich wie auf die Weltrevolution. Die Filme, die sie hatten herbeiführen helfen sollen, blieben schließlich der Kennerschaft von Intellektuellen überlassen und, was ihre Massenwirkung betrifft, eher einem Text von Kafka oder Joyce als einem Musicalfilm von MGM vergleichbar. Ähnlich erging es seither jedem Film, der die Hoffnung auf Revolution mit dem Anspruch auf eine Revolutionierung der Filmkunst selbst verband.
Was hier als politische Avantgarde des Kinos bezeichnet wird, folgt keiner eingebürgerten Definition, worunter etwa bestimmte Filme einer Epoche rangieren. Gemeint sind damit Filmexperimente, die auf der Suche nach einem neuen Inhalt des Kinos zugleich auch die Form zu verändern suchten, die sich als Norm filmischer Darstellung etabliert hatte; die Werke von Filmemachern, die nicht politische Filme, sondern, nach einer Unterscheidung Jean-Luc Godards, politisch Filme machen wollten. Zur Diskussion gestellt werden sollen ästhetische Konzepte einer politischen Film-Avantgarde, wie sie erstmalig im sowjetischen Kino der zwanziger Jahre Gestalt annahm. Ähnliche Versuche wurden abermals, nun unter ganz anderen Bedingungen, im Gefolge der sogenannten Neuen Wellen im Autorenkino der sechziger Jahre unternommen. Beide dürfen, an ihren ästhetischen und politischen Ansprüchen gemessen, als gescheitert gelten. Bedrückender als diese Erkenntnis ist allerdings der in der historischen Rückschau sich verfestigende Eindruck, daß das Niveau jener Filme seitdem kaum jemals wieder erreicht wurde.

Neue Homepage

Sieht eigentliches alles aus wie vorher auch, diesmal aber auf eigenem Webspace. Außerdem haben wir ab sofort eine neue Email-Adresse: kontakt@falken-erfurt.de.