Monthly Archive for Dezember, 2009

jahresabschlussfeier

essen vorher

vorher

Die Jahresabschlussfeier ist zuende. Wie es sich gehört, haben wir fürstlich geschlemmt und gefeiert und es nocheinmal krachen lassen. Zu essen gabs Falaffel, Hirtensalat, Zigarrenbörek … und auch zu trinken gab es allerlei feines. Doch nicht nur die Abschlussfeier, sondern auch das Jahr geht langsam zuende und es machen sich auch schon erste Verfallserscheinungen bemerkbar. So werden wir heute Abend, schon reichlich ausgedünnt, unsere letzte Gruppenstunde dieses Jahr haben.

ahnen

Alkohol hat eine lange Tradition


Erfreulich ist, das endlich auch die Stadtführungsbroschüren “…die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…” da ist. Weitere Infos zu unserem Stadtführungsprojekt findet Ihr hier. Wir werden die Broschüren in den kommenden Wochen im Stadtgebiet verteilen. Ausserdem könnt ihr die Broschüre natürlich auch bei uns bestellen.
alkohölle

wohl weniger fröhlich:christliche abstinenzler

Im nächsten Jahr geht es weiter mit unserer Veranstaltung zum Gedenken an die Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht und auch inhaltlich wollen wir uns mit Ros Luxemburg (weiter) beschäftigen. Immerhin dient die Darüber hinaus gibt es bereits jede Menge Ideen und Wünsche, die wir aber ersteinmal noch durchplanen müssen. Sobald es neue Infos gibt melden wir uns wieder und hoffen ansonsten das ihr die freie Zeit genießt.

essen nacher
nachher.

Aktion gegen Kürzungen

Zu Besuch im Rathaus: etwa 80 Jugendliche, Kinder und Eltern

Zu Besuch im Rathaus: etwa 80 Jugendliche, Kinder und Eltern

Am Montag Nachmittag fand in Erfurt spontan eine Begehung des Rathaus statt. Aus Emphörung gegen die geplanten massiven Kürzungen im Sozialhaushalt hatten sich ca. 80 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor dem Rathaus eingefunden. Um die Stadtratsfraktionen vor den Bürger_innen zu schützen, wurde das Rathaus geschlossen und von der Polizei der Zugang behindert.

Bei Unmut stets zur Stelle: Die Freunde und Helfer in Grün

Bei Unmut stets zur Stelle: Die Freunde und Helfer in Grün


Polizei schützt Rathaus vor Kindern Trotzdem drangen etwa 30 Personen ins Rathaus ein. Die Staatsbeamten konnte in letzter Sekunde verhindern, daß die Regierenden bei ihren Geschäften gestört wurden. Im Empfangsbereich wurde gefeiert, sehr zum Unmut der 50 Leute (vor allem Kinder), die draußen warten mussten. Lautstark forderten sie „Uns ist kalt, wir wollen rein“, wummerten gegen die Türen und klingelten ausgiebig. Nur durch den heldenhaften Einsatz von zwei Polizeibeamt_innen konnte verhindert werden, daß die für ihre eigenen Belange natürlich völlig unqualifizierten Kinder sich in die Mittelverteilung der Kinder- und Jugendhilfe in Erfurt einmischen.

Sozialdemokratische Aktion, hier: Tamara Thierbach (die LINKE)

Sozialdemokratische Aktion, hier: Tamara Thierbach (die LINKE)

Tamara Thierbach genervt Nach 20 Minuten Verhandlungen kam die Bürgermeisterin Tamara Thierbach, bat erfolgreich die Leute vor die Tür und hielt eine kleine Rede über Sachzwanglogik und Rechtsnormen. Damit hat die Sozialdemokratie mal wieder ihre Beschwichtigungsaugabe erfüllt und der aufgebrachten Menge die Kürzungen als unabwendbar verkauft. „Vielen Dank“, denken sich vermutlich die Konservativen.

Quelle: Infoladen Sabotnik.

Rosa und Karl 2010

von den Freikorps-Soldaten erschossene Spartakisten

Von Freikorps-Soldaten ermordete Spartakisten

Nachdem mit dem Spartakusaufstand auch die Novemberrevolution blutig niedergeschlagen worden war, ermordeten Freikorps-Soldaten am 15. Januar 1919 Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht.

Mit der Hilfe dieser rechtsextremen Mörderbande übte die sozialdemokratische Regierung Ebert-Scheidemann späte Rache an den Abweichlern, die für viele der Novemberrevolution und dem Spartakusaufstand ein Gesicht gaben.
Jedes Jahr am zweiten Januarwochenende findet zum Gedenken an die Ermordeten eine Demonstration statt. Die Falken organisieren aus diesem Anlass jedes Jahr ein Seminarwochende, eben “Rosa und Karl”.

Dieses Jahr wird es Seminare wie “Rosa für Einsteiger_innen”, “‘Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen’: Sekundärer Antisemitismus und deutsche Erinnerungskultur”, “Warum Frauen und ArbeiterInnen eine Bewegung brauchen?! Geschlecht| Status| Bewegung”, “Was ist Kapitalismus? Selbstorganisierte Versuche große Fragen zu klären”, und ” Was ist Herrschaft? Und wie ist sie aufhebbar?” gebe, ausserdem gibt es eine Diskussion mit Michael Heinrich zur Frage “Aktuelle Finanzkrise – Krise des Kapitalismus?”.

08.01.2010 – 10.01.2010
im Kurt-Löwenstein-Haus in Werftphul bei Berlin
gemeinsame Anfahrt ab Erfurt.
Der Teilnehmer_innenbeitrag beträgt inkl Teilnahme, Verpflegung und Anreise usw. 15€
Meldet euch so schnell wie möglich an!
Das geht per Mail oder per Post.
Dazu brauchen wir von euch: Name, Alter, Adresse, Telefonnummer oder Mailadresse.

Facebook Gruppe

facebookbildBeim Treffen des WladiwOSTock, der Ostkooperation der Falken, dieses Wochenende, haben wir uns überzeugen lassen, dass es Sinn macht eine Facebook Gruppe zu eröffnen. Gesagt, getan. Absofort gibt es dort also Neuigkeiten, Termininfos usw. Ausserdem lässt sich bei Bedarf das Forum nutzen. Auf dem Treffen gab es ausserdem Feuerzangbowle, jede Menge Infos aus anderen Gliederung und eine ganze Reihe guter Ideen für die Arbeit.

“…die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…”

Auch der machte z.B. sich nen Kopf über Geschichte: Walter Benjamin

Auch der z.B. machte sich nen Kopf über Geschichte: Walter Benjamin

Unsere Zeitensprünge Projekt ist zu Ende und unsere Stadtführung fertig. Zur Dokumentation ist unsere Broschüre
“… die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…” – Versuche einer materialistischen Geschichtsschreibun -Erfurt in der Frühen Neuzeit
entstanden. Die Broschüre ist schon im Druck und kann dann bei uns bestellt werden. Wer nicht warten möchte, .pdf file reicht, kann die absofort hier runterladen!

Mit der Broschüre möchten zeigen, dass auch der Kapitalismus, dessen erste Formen sich in der von uns beschriebenen Epoche gegen den Feudalismus durchsetzten, nicht die Befreiung der Menschheit brachte. Denn auch wenn das heute weitestgehend vergessen ist, war dies einmal der Anspruch der bürgerlichen Gesellschaft. (…) So geht es überhaupt zu in der Geschichte: Herrschaft und Ausbeutung verändern ihre Form, bleiben aber bestehen.
Und noch etwas möchten wir zeigen: Es gab in der Geschichte immer schon Versuche, aus ihr auszubrechen, aus dem von den Menschen unbewusst gemachten sich über die sie dahin wälzenden mörderischen Prozess der Geschichte herauszutreten, hinein in eine Gesellschaft, die bewusst von ihren Mitgliedern gestaltet wird, als eine Gemeinschaft Aller ohne Zwang. Doch all diese Versuche wurden bis heute niedergeschlagen und viele im Blut ihrer Anhänger ertränkt.
Und so hoffen wir mit unserer Broschüre zeigen zu können, dass in der Geschichte nicht einfach nur Katastrophen stattfinden, sondern dass die Katastrophe ist, dass es immer einfach alles so weiter geht und zugleich Mut zu machen, dass dieses “weiter so” immer schon in Frage gestellt wurde und nicht an der Unmöglichkeit seines Ansinnens gescheitert ist, sondern an der Gewalt derer, die an Herrschaft und Ausbeutung festhalten.

Wenn ihr die dazu gehörige Stadtführung mit uns machen wollt schreibt uns, wir freuen uns!