neue Termine online

Es sind jetzt eine Reihe neuer Termine online, unter anderem unser Einführungsseminar mit Joachim Bruhn (Initiative Sozialistisches Forum) und ein Vortrag von Christoph Hesse (Arbeitskreis Rote Ruhr Uni) zu „… die schönste aller Künste“ Bilder der Avantgarde im Kino der Revolution. Ausführlichere Beschreibungen folgen dann im laufe der nächsten zwei Wochen.

Gruppenstunde: Thesen zur Krise

Am kommenden Mittwoch (23.09.) um 19.00, wollen wir in einer offenen Gruppenstunde die These der Freundinnen und Freunde der Klassenlosengesellschaft zur Krise (aus Kosmoprolet Nr.2) diskutieren. Auf Anfrage könnt ihr einen Scan des Textes zur Vorbereitung bekommen, ansonsten gibt es auch am Mittwoch noch Kopien.
Die Gruppenstunde findet Innenstadt nah, in der Moritzstr. 26 in 99084 Erfurt, statt.

Vortrag und Diskussion zur Schulkritik

Die Aufgabe ist es, den Menschen möglichst nutzbar zu machen und ihn, soweit es angeht, der unfehlbaren Maschine zu nähern: zu diesem Zwecke muss er mit Maschinen-Tugenden ausgestattet werden (-er muss die Zustände, in welchen er machinal-nutzbar arbeitet, als die höchstwertigen empfinden lernen:…). Hier ist der erste Stein des Anstoßes, die Langeweile, die Einförmigkeit, welche alle machinale Tätigkeit mit sich bringt. Diese ertragen zu lernen- und nicht nur zu ertragen-, die Langeweile von einem höheren Reiz umspielt sehen lernen: dies war bisher die Aufgabe alles höheren Schulwesens. Etwas lernen, das uns nichts angeht; und eben darin, in diesen „objektiven “ Tätigkeiten seine „Pflicht“ empfinden; die Lust und die Pflicht voneinander getrennt abschätzen lernen- das ist die unschätzbare Aufgabe und Leistung des höheren Schulwesens. (Friedrich Nietzsche: Werke III, 1969, S.630)

Gelernt wird also nicht die Wahrheit über die Lebenszusammenhänge des Kapitalismus. Die Herstellung einer staatsnützlichen Geistesverfassung kann sich nicht an der Richtigkeit des Denkes orientieren. Gelernt wird vielmehr, daß sich das Denken den vorausgesetzten Zwecken zu unterwerfen hat, statt diese zu prüfen und zu bestimmten. Die geistige Instumentalismus läßt als „Wahrheit“ nur gelten, was der Sicherung der Funktionstauglichkeit der Bürger dient. (Freerk Huisken: Erziehung im Kapitalismus, 2001², S.218

Am 2.Juli wollen wir ab 18.00 Uhr in Vortrag und Diskussion unsere Kritik der Schule darstellen. Der Blick soll darauf geworfen werden warum Schule eigentlich so ist, wie sie ist und ob und welche Mittel es gibt dem Abzuhelfen. Die Veranstaltung findet in der Moritzstraße 26 in Erfurt statt. Teilnahme ist kostenlos.

Rückblick auf die Buko

Neben neben jede Menge Absurditäten und Langeweile gibt es auch erfreuliches zu Berichten:

Unter der Beteiligung von neun Genossen_innen wurde in einer Sitzungspause ein bisher noch unbenanntes Netzwerk gegründet, das das Ziel verfolgt gemeinsam an den eigenen Begriffen von dieser Gesellschaft zu arbeiten und die Kritik in den Verband und die Öffentlichkeit zu tragen. Auf einem ersten Treffen am Abend waren etwa 20 Genossen_innen anwesend und es wurde das Ziel und die nächsten Schritte besprochen.
Die „Planwirtschaft“ der Karlsruher Falken ist ein Hammerschuppen!
Und last but not least: die Genossin Judith Rädlein ab sofort Mitglied des Bundesvorstandes für den F-Ring.
Fotos kommen in den nächsten Tagen.

Die Position unserer Kritiker

Auf den unseren Indymediaartikel gab es eine Reihe von Antworten die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen. Im Laufe des Wochenendes werden wir eine Stellungnahme zu den Vorwürfen formulieren.

Achtung: Sozialdemokratie
… 17.05.2009 – 16:19
Mensch muss die „Linke“ nicht mögen. Doch wer seine Mitglieder ausschließt, wenn sie einer anderen Partei als der „SPD“ (!) angehören wollen, spricht nicht gerade von einem linken Proful: Eine Mitgliedschaft in einer anderen Partei als der SPD ist aufgrund eines Beschlusses von 1971 mit einer aktiven Mitgliedschaft bei den Falken unvereinbar. Der Antrag, ihn aufzuheben, wurde auf der Bundeskonferenz im Mai 2007 in Bielefeld mit einer Mehrheit von knapp zwei Dritteln der Stimmen abgelehnt.
Bei den Falken handelt es sich also um eine faktische SPD-Organisation. Mit linker Kritik an der Partei „Die Linke“ haben die also gar nix zu tun. Schließlich sind sie Teil der Sozialdemokratie.

xD
haha 17.05.2009 – 01:12
sowas kommt ausgerechnet von den falken…daran sieht mensch mal wieder wie eklig diese gruppe ist…
kein problem damit, dass die partei die linke kritisiert wird, aber warum nur diese? auch wenn einiges ziemlich hohl ist, hab ich doch lieber eine linkere regierung als eine cdu-geführte. wenn eine regierung überhaupt sein muss…
schön ist auch auf der falken-homepage, „hallo ich bin erster vorstand“ ahahahhahaha, ja wir brauchen hierarchien!!

hey Falken…
—- 17.05.2009 – 01:49
… ward ihr nich mal irgendwie SPD?? Und das mit den „sozialistischen jugendlichen“ müsst ihr mir mal erklären?? Es is ja nich so, das die „Links“-Partei keine Kritik verdient hat, aber was macht ihr sonst so?? Gibt es im Pseudowahlkrampf keine wichtigeren Ziele anzugreifen, statt die „Links“-Partei.

Wie ein Vorredner schon sagt, lieber „Links“-Partei als CDU und ich fügen noch an: besser als SPD, FDP etc

aba besser noch DIE PIRATEN und noch besser: keine von allen!!! Selbstbestimmtes Leben ohne Diktat von oben!!!!!

Kreuzen Freunde! Kreuzen!
Gekreuzigter 17.05.2009 – 08:52
Keine Sorge.. Die Kohle für die Weltrevolution ist gesichert…

…zumindest in Magdeburg. Dort wurde mir erklärt, dass sich die Falken (nur in MD?) von Lotto Toto bedienen. Das ist echt hart. Die Revolution ist ein Lottospiel. Alter, ich mach 3 Kreuze, wenn wir endlich im Kommunismus sind.

lustige vögel, die falken!
Uccellatrice 18.05.2009 – 11:02
die erfurter falken sind schon lustige vögel! sozialdemokrat_innen mit antideutschem habitus die auf lehramt studieren & sich daher bald als beamt_innen dem deutschen staat an den hals schmeissen werden. spätestens dann ist schluss mit rebellischem gestus – spätestens dann wird von ihnen in den institutionen der sozialpartnerschaft (GEW) politik gemacht. was ja nicht verkehrt ist. aber revolutionär ist das auch nicht…

wie hiess es doch bei der beliebten 80er-jahre punk band „slime“ so wunderschön: „Ihr seid Lehrer und Beamte, Seid Gelehrte sogenannte, Ihr schreibt Bücher, seid im Fernsehen. Und ihr glaubt, daß wir euch gern sehen. Immer kritisch und politisch, Marx und Lenin auf dem Nachttisch. Doch ihr habt was gegen Rabatz. Und macht den Bullen gerne Platz. Ihr seid nichts als linke Spießer“ – wie wunderbar, wie passend! das lied hätte auch „Die Falken Erfurt“ heissen können! wo ward ihr eigentlich, als das b-haus geräumt wurde?

unser Versuch, es zu verwenden, muss fehlschlagen.

Am Donnerstag geht es auf zur Bundeskonferenz nach Karlsruhe. Während das Grußwort der Kreisverbandes Gutes hoffen lässt,
verspricht das Motto „Sozialismus fängt mit F! an“ eher Langeweile und Konfusion. Die Genossen aus Schwerin befragten Friedrich Engels der dazu feststellte: „Waren diese Wahrnehmungen unrichtig, dann muß auch unser Urteil über die Verwendbarkeit eines solchen Dings unrichtig sein, und unser Versuch, es zu verwenden, muß fehlschlagen.“ Na Prost. (via)