Die Position unserer Kritiker

Auf den unseren Indymediaartikel gab es eine Reihe von Antworten die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen. Im Laufe des Wochenendes werden wir eine Stellungnahme zu den Vorwürfen formulieren.

Achtung: Sozialdemokratie
… 17.05.2009 – 16:19
Mensch muss die „Linke“ nicht mögen. Doch wer seine Mitglieder ausschließt, wenn sie einer anderen Partei als der „SPD“ (!) angehören wollen, spricht nicht gerade von einem linken Proful: Eine Mitgliedschaft in einer anderen Partei als der SPD ist aufgrund eines Beschlusses von 1971 mit einer aktiven Mitgliedschaft bei den Falken unvereinbar. Der Antrag, ihn aufzuheben, wurde auf der Bundeskonferenz im Mai 2007 in Bielefeld mit einer Mehrheit von knapp zwei Dritteln der Stimmen abgelehnt.
Bei den Falken handelt es sich also um eine faktische SPD-Organisation. Mit linker Kritik an der Partei „Die Linke“ haben die also gar nix zu tun. Schließlich sind sie Teil der Sozialdemokratie.

xD
haha 17.05.2009 – 01:12
sowas kommt ausgerechnet von den falken…daran sieht mensch mal wieder wie eklig diese gruppe ist…
kein problem damit, dass die partei die linke kritisiert wird, aber warum nur diese? auch wenn einiges ziemlich hohl ist, hab ich doch lieber eine linkere regierung als eine cdu-geführte. wenn eine regierung überhaupt sein muss…
schön ist auch auf der falken-homepage, „hallo ich bin erster vorstand“ ahahahhahaha, ja wir brauchen hierarchien!!

hey Falken…
—- 17.05.2009 – 01:49
… ward ihr nich mal irgendwie SPD?? Und das mit den „sozialistischen jugendlichen“ müsst ihr mir mal erklären?? Es is ja nich so, das die „Links“-Partei keine Kritik verdient hat, aber was macht ihr sonst so?? Gibt es im Pseudowahlkrampf keine wichtigeren Ziele anzugreifen, statt die „Links“-Partei.

Wie ein Vorredner schon sagt, lieber „Links“-Partei als CDU und ich fügen noch an: besser als SPD, FDP etc

aba besser noch DIE PIRATEN und noch besser: keine von allen!!! Selbstbestimmtes Leben ohne Diktat von oben!!!!!

Kreuzen Freunde! Kreuzen!
Gekreuzigter 17.05.2009 – 08:52
Keine Sorge.. Die Kohle für die Weltrevolution ist gesichert…

…zumindest in Magdeburg. Dort wurde mir erklärt, dass sich die Falken (nur in MD?) von Lotto Toto bedienen. Das ist echt hart. Die Revolution ist ein Lottospiel. Alter, ich mach 3 Kreuze, wenn wir endlich im Kommunismus sind.

lustige vögel, die falken!
Uccellatrice 18.05.2009 – 11:02
die erfurter falken sind schon lustige vögel! sozialdemokrat_innen mit antideutschem habitus die auf lehramt studieren & sich daher bald als beamt_innen dem deutschen staat an den hals schmeissen werden. spätestens dann ist schluss mit rebellischem gestus – spätestens dann wird von ihnen in den institutionen der sozialpartnerschaft (GEW) politik gemacht. was ja nicht verkehrt ist. aber revolutionär ist das auch nicht…

wie hiess es doch bei der beliebten 80er-jahre punk band „slime“ so wunderschön: „Ihr seid Lehrer und Beamte, Seid Gelehrte sogenannte, Ihr schreibt Bücher, seid im Fernsehen. Und ihr glaubt, daß wir euch gern sehen. Immer kritisch und politisch, Marx und Lenin auf dem Nachttisch. Doch ihr habt was gegen Rabatz. Und macht den Bullen gerne Platz. Ihr seid nichts als linke Spießer“ – wie wunderbar, wie passend! das lied hätte auch „Die Falken Erfurt“ heissen können! wo ward ihr eigentlich, als das b-haus geräumt wurde?

unser Versuch, es zu verwenden, muss fehlschlagen.

Am Donnerstag geht es auf zur Bundeskonferenz nach Karlsruhe. Während das Grußwort der Kreisverbandes Gutes hoffen lässt,
verspricht das Motto „Sozialismus fängt mit F! an“ eher Langeweile und Konfusion. Die Genossen aus Schwerin befragten Friedrich Engels der dazu feststellte: „Waren diese Wahrnehmungen unrichtig, dann muß auch unser Urteil über die Verwendbarkeit eines solchen Dings unrichtig sein, und unser Versuch, es zu verwenden, muß fehlschlagen.“ Na Prost. (via)

Die Linken Spießer – Flugblatt zum Wahlkampfauftakt der Erfurter Linkspartei

Ab sofort online findet ihr unser Flugblatt zur Kritik der Linkspartei, das heute auf dem Erfurter Anger anlässlich ihres Wahlauftaktes verbreitet wurde (hier). Die Verbreitung fand leider ein jähes Ende nachdem die Diplom Pädagogin und Politikerin der Erfurter Linkspartei Susanne Hennig uns mit der Polizei drohte.
Frau Hennig die auch das Jugendbüro Redroxx mit betreibt, um einen „Stützpunkt für Leute, die Alternativen aufbauen und leben wollen“ zu schaffen, war offensichtlich wenig begeistertert davon, dass sozialistische Jugendliche die Linkspartei nicht als Alternative zum herrschenden Elend begreifen und diesen Umstand, anlässlich einer Veranstaltung der Linkspartei, öffentlich machten. Leider versäumten wir in diesem Moment es auf den Eklat ankommen zu lassen. So zogen wir uns zurück, verteilten im Umfeld der Kundgebung noch einige Flugblätter und zogen uns dann über den Mittag in den nächst gelegenen Park zwecks abhängen zurück.

neuer Anmeldeschluss

Da im Camp der Jungen Linken schon alle Plätze weg sind und auch von unserem Kontingent nur noch wenige frei sind, meldet euch bitte so schnell wie möglich an. Neuer Anmeldeschluss ist der 15.05.09, damit falls bei uns nicht alles voll wird, andere noch eine Chance haben. Alle weiteren infos findet ihr hier.

neue Bilder online

nachdem wir endlich einen pro account von flicker haben und nicht mehr auf begrenzungen und ähnlichen scheiß angewiesen sind, gibts jetzt schonmal ein paar neue fotos, weitere sollen folgen und auch in zukunft das ganze etwas regelmäßig beigepflegt werden.

Interview bei Radio Frei

Realtiv spontan gab es gestern ein Radio-Frei Interview im Kaffesatz mit Philipp von uns und Bernd Löffler vom Bildungskollektiv zum Thema Geschichte.
Vorgestellt haben wir unser Projekt „Es ist nicht alles Gold was glänzt“, Bernd stellte das Projekt „Auf den Spuren des Anarchismus in Thüringen“ vor. Sobald wir einen Mitschnitt haben, stellen wir das Interview online.
Bis dahin sei auf den ersten Termin des Biko Projektes hingewiesen das am morgigen Donnerstag (7.Mai) mit einem Vortrag zum Thema „Ideengeschichte des Anarchismus“ um 20 Uhr in der Volkshochschule Erfurt (Schottenstraße 7) startet.

Einführung in die Kritik der politischen Ökonomie

Wem die Welt stinkt und wer sie verändern möchte, der braucht nicht nur Wut im Bauch, sondern auch das Wissen, wie unsere Gesellschaft funktioniert. Nicht nur in Auseinandersetzungen ist es nützlich, den Finger auf die Punkte zu legen, an denen unsere Gesellschaft krankt und sagen zu können, woher es kommt, das alles so scheiße läuft, wo doch so viele das beste versuchen, sondern auch zum Eingreifen in die Welt muss man wissen, was eigentlich genau auf den Müllhaufen der Geschichte gehört, bevor man es dorthin verfrachten kann. Karl Marx versucht in seinen Schriften genau das. Deswegen möchten wir uns ein Wochenende mit seinen Schriften auseinandersetzen, kopfrocken, diskutieren, Spaß haben und feiern. Das Seminar richtet sich vor allem an Menschen ab 16 Jahre, die sich mit Marx noch nicht auseinandergesetzt haben, oder aber die Auseinandersetzung noch einmal auffrischen wollen. Das Seminar findet in unser Bildugnsstätte Kurt Löwenstein Haus in Werftphul bei Berlin statt. Wir fahren gemeinsam ab Erfurt.

Stadtführungsprojekt: die hässliche Fratze von Herrschaft und Ausbeutung hinter den bunten Fassaden Erfurts.

Wir sind umgeben von „Kulturgütern“: alte Häuser, Kirchen, Denkmäler und Kunstwerke kommen uns jeden Tag vor die Augen – gerade in Erfurt. Was wir im Stress des Alltags oft einfach ausblenden, lockt Scharen von Touristen in die Stadt. Doch die andere Seite der Geschichte wird in keinem Stadtführer und auf keiner Stadtführung erzählt: das Elend der Tagelöhner, die die Waidjunker reich machten, das Leid, das die Kirche brachte, die antisemitischen Hasstriaden eines Luther u.v.m. Wohlwissend schrieb deswegen Walter Benjamin vor mehr als 60 Jahren über das Kulturgut, es sei „samt und sonders von einer Abkunft“, die man „nicht ohne Grauen bedenken kann.“ Es sei „niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein“. Dieser Fährte wollen wir folgen und gemeinsam eine Stadtführung erarbeiten, die die hässliche Fratze der Herrschaft und Ausbeutung hinter den bunten Fassaden Erfurts zeigt. Mach mit!

Auftakt, Kennenlernen und Einführung in das Projekt am 31 Mai 2009, 20.00 Uhr, in der Moritzstraße 26.

Das Projekt findet im Rahmen des Jugendprogramms Zeitensprünge
statt und wird gefördert durch die Stiftung Demokratische Jugend
und den Freistaat Thüringen.