Vortrag und Diskussion zur Einführung in die Gesellschaftskritik

Ermittelt gegen die Wirklichkeit: Agent Lemmy Caution.
Ermittelt gegen die Wirklichkeit: Agent Lemmy Caution.
Vor noch nicht einmal einem Jahrhundert schrieb Bertold Brecht, es sei eine Lust unseres Zeitslters, alles so zu begreifen, dass wir eingreifen können. Heute scheint diese Lust an der Gesellschaftskritik den Leuten völlig vergangen zu sein.
Die berechtigte Frage lautet: Wozu soll eine “theoretisch” Gesellschaftskritik zu gebrauchen sein, wenn sie doch keinen Misstand aus der Welt schafft. Weder die löhne erhöht, noch den regenwald rettet? Haben die SPD, die Grünen, Greenpeace und tausend andere initiativen nicht bewiesen, dass es “mehr bringt” “konkret” was für die Leute und die Umwelt zu tun, als sich über Zettelbergen und staubigen Büchern den Kopf über Gott und die Welt zu zerbrechen?
Unsere Antwort heißt nein! Nicht weil staubige Bücher dafür sorgen, dass man akademisch daher quatschen kann und belesene Leute bessere Menschen sind, sondern weil eine kritische Theorie der Gesellschaft der einzig durchdachte ausdruck der Wut über die Verhältnisse ist.
Die Verzweiflung und Wut, die ensteht, wenn man an einem schönen Sommertag in der Schule und Uni oder auf Arbeit einen Blick aus den Fenster wirft; der Ärger, der entsteht über das nächste Ding, das man möchte und doch nicht bezahlen kann, die Trauer und Angst über die schlechte Note in Schule oder Uni und tausend andere Dinge, die unseren leben so schwer machen, uns jeden Tag soviel Ärger und Leid bereiten, dass wir wohl depressiv darüber würden, lässt sich nur in ein Kritik der ganzen Gesellschaft formulieren.
Das soll im Workshop vorgetragen und diskutiert werden.

Wann? Samstag 19.06., 18.00 Uhr.
Wo? Magdeburger Allee 46, auf Höhe der Lutherkirche.

Cacatum non est pictum (geschissen ist nicht gemalt)

sieht "nett" aus, ist er aber nicht.*
sieht "nett" aus, ist er aber nicht.*
135 Jahre ist es her, dass sich die Sozialdemokratische Arbeiterpartei um August Bebel und Willhelm Liebknecht mit dem lassallschen Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein zur Sozialdemokratischen (Arbeiter) Partei Deutschlands (SPD) auf dem Gothaer Vereinigungsparteitag zusammengeschlossen hat. Anlässlich dessen, organisiert die Friedrich Ebert Stiftung Thüringen unter dem Titel „Richtschnur oder Sonntagsrede? Die Bedeutung politischer Programme einst und jetzt“ eine Veranstaltung die sich u.a. mit Marxens Kritik am Gothaer Programm beschäftigt. Wir möchten dies zum Anlass nehmen, um gemeinsam Marx Kritik am Gothaer Programm zu Lesen, zu diskutieren und zu der Veranstaltung nach Gotha zu fahren.

Die Lektüre ist dabei nicht bloß von historischem Interesse, sie hilft vielmehr hinter die verbal-radikale Fassade sozialdemokratischer Programme zu schauen (egal ob diese damals von der SPD oder heute von der Linkspartei oder DKP geschrieben werden) und den Blick freizugeben auf den konformistischen auf Integration und Anpassung zielenden Kern der Programme. Denn die Sozialdemokratie hat ihr Programm weder verraten, noch verrät sie es, vielmehr war es von vorherein ein Programm der Anpassung.

*nett ist bekanntlich ohnehin die kleine Schwester von Scheiße.

Was: Karl Marx Kritik des Gothaer Programms und Besuch der Veranstaltung „Richtschnur oder Sonntagsrede? Die Bedeutung politischer Programme einst und jetzt“ der FES Thüringen.

Wann: 26.Mai 2010, ab 16.00 (Veranstaltung der FES in Gotha beginnt um 19.00 Uhr und endet um etwa 21.00 Uhr)

Wo: offenes Jugendbüro Filler in Erfurt. Die Veranstaltung der FES findet im Tivoli in Gotha statt.

Wer: Jeder/Jede

Kosten: Keine, inklusive Fahrt nach Gotha und Textvorlage.

Linkes Pfingstcamp com 21.05. – 24.05.

sdf
Über Pfingsten geht es von Freitag bis Montag an den Frauensee bei Königswusterhausen zum Pfingstcamp der Berliner und Brandenburger Falken. Diese veranstalten wieder ein gemeines linkes Pfingstcamp mit Solid – Berlin/Brandenburg und der DGB-Jugend Berlin/Brandenburg. Geben wird es zahlreiche Workshops etwa zu den Themen „Organisation und Praxis der sozialistischen Bewegung“, “Der Feind im eigenen Land” – Diskurse zu Antisemitismus im 19.Jh. und Islam im 21.Jh.“, „Streetart“ und vieles mehr. Ausserdem ein nettes Kulturprogramm u.a. mit Marc Uwe Kling und Egotronic und Drunken Skunx.

mehr Infos zum Camp findest du unter www.linkes-pfingstcamp.de

Wenn du noch mitkommen möchtest, schreib uns möglichst schnell eine Email.
Wir fahren am Freitag am frühen Nachmittag gemeinsam ab Erfurt mit dem Regionalverkehr.


Was: Linkes Pfingstcamp
Wann: Freitag 21.05.2010 – Montag 24.05.2010
Wo: Frauensee bei Königswusterhausen
Wer: alle ab 16
Kostenbeteiligung: 10€

Linkes Jugendcamp

Bereits angemeldet: Michail Bakunin.
Bereits angemeldet: Michail Bakunin.
Nachdem bereits Gestern die Flyer für das diesjährige Linke Jugendcamp der thüringer Arbeiter_innenjugendverbände, vom 28. – 30. Mai auf dem Rittergut Lützensömmern, angekommen sind, ist heute auch endlich die Homepage online gegangen (hier klicken). Großspurig angekündigt sind bereits Trink- und Castorplanspiele, sowie Workshops zu unterschiedlichen Themen, etwa zu Rosa Luxemburg und zur Situationistischen Internationale. Ausserdem wird ausgiebig gefeiert werden, am Lagerfeuer rumgelungert und mit etwas Glück der eine oder andere Revolutionsschlager gesungen werden. Anmelden kann sich wer will sich ab sofort, entweder über uns, oder aber über das Anmeldeformular auf der Homepage.

Zeit: 28. – 30. Mai 2010
Ort: Rittergut Lützensömmern
Teilnahmebeitrag: 15€ (Falken Mitglieder) bzw. 20€ (Nicht-Mitglieder) (Für Übernachtung, Verpflegung, Veranstaltungen …)

Wie immer soll es am scheiß Geld nicht scheitern. Wenn du mitkommen möchtest, aber nicht genug Knete hast, melde dich einfach, wir finden eine unkomplizierte Lösung.

Kritische Theorie der Krise

Th. Adorno
Th. Adorno
Gestern in der Gruppenstunde haben wir relativ spontan beschlossen am Wochenende nach Frankfurt/Main zum Symposium „Kritische Theorie der Krise“ (PDF Flyer hier) des Studienwerks der Rosa Luxemburg Stiftung zu fahren. Dort soll es die Frage gestellt werden, welche Rolle die Krise für die Konstitution der Kritische Theorie spielte gehen. Sollte sich jemand anschließen wollen ist er und sie herzlich willkommen. Übernachtung, Verpflegung etc. müssen leider ggf. selbst geklärt werden, die Fahrt ist allerdings inklusive. Einen Teilnahmepreis gibt es nicht.

Zweifel

Ab sofort sind die Aufzeichnungen von unserem Vortrag zur Frage „Warum überhaupt erinnern?“ und unser Interview über Dresden und Gedenken bei Radio Frei online (hier). Ausserdem möchten wir einen Bericht über den Naziaufmarsch in Dresden und die Gegenaktivitäten von den Dresdener Falken dokumentieren:

Von indymedia bis Bild freuen sich alle, dass der Aufmarsch verhindert worden ist. Es bleiben Zweifel. Am Konzept Groß-Bündnis, an der Tatsache, dass eine grundsätzliche Kritik am Dresdner Opfer-Mythos nur auf der Demo am Vorabend geäußert wurde, daran, dass vom Ergebnis betrachtet, die Law-and-Order-Politik von Stadt und Land scheinbar notwenig gewesen ist. Diese Zweifel hängen irgendwie zusammen und es stellt sich die Frage: Hat Dresden diesen Naziaufmarsch nicht eigentlich verdient?

„Zweifel“ weiterlesen

Veranstaltung zu Dresden und Gedenken am 10.02.

quelle:mut-gegen-rechte-gewalt.de
Jedes Jahr von neuem gibt es in Dresden zur Erinnerung an die Bombardierung der Stadt am 13.02.1945 durch die Allierten einen riesen Gedenk-Rummel. Neben Lesungen zum „Untergang Dresdens“, „Wachen und Beten für den Frieden in der Welt“ und anderen Veranstaltungen der BürgerInnen, marschieren auch tausende Neonazis unter den Namen „Trauermarsch für die deutschen Opfer des alliierten Bombenterrors“ auf. Wie jedes Jahr formiert sich gegen diesen Aufmarsch ein breites Bündnis aus Antifa, Parteien, Gewerkschaften, Jugend- und Sozialverbänden und ruft, unter dem Namen „Dresden Nazifrei“, zur gemeinsamen Blockade der Nazis auf. Ausserdem finden sich unter den NazigegnerInnen noch einige, die den Gedenkrummel überhaupt, und nicht bloß seine „Vereinnahmung“ durch die Nazis kritisieren.

quelle_no_pasaran
Aus diesem Anlass wollen wir am 10.02.2010 ab 19.00 Uhr zum einen darüber Informieren, was in Dresden überhaupt abgeht, welche Veranstaltungen es gibt und wie man sich untereinander koordinieren kann und zum anderen die Frage stellen, „Warum überhaupt erinnern?“. Es soll gefragt werden, ob und wenn ja warum die Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus im besonderen und mit Geschichte im allgemeinen wichtig ist und welchen Stellenwert diese Auseinandersetzung für eine Kritik der kapitalistischen Gesellschaft hat.

Wann: 10.02.2010, 19.00 Uhr
wo: KoWo-Haus der Vereine – Johannesstr.2 – 99084 Erfurt (2 min zu Fuss vom Anger)

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von den Versammlungen der SJD – Die Falken KV Erfurt ausgeschlossen.

PS
eine Übersicht über die Abfahrtzeiten die bereits Freitag und mit dem Zug anreisen wollen, findet ihr hier.