Unser Ladenlokal [kany] in der Thälmannstr. 26

Das [kany] ist ein Ort der Begegnung, der Bildung, der Debatte, des Rausches, ein Ausgangspunkt des letzten Abenteuers: Des Versuches, das Ende dieser Verhältnisse zu befördern, also ein Ausgangspunkt für Erkundungen, für das nächtliche Umherschweifen, für neue Kenntnisse und Fähigkeiten und eine materialistische Kritik dieser Gesellschaft.
Kurz: eine Kader- und Katerschmiede. Wer Lust hat, ein Stück dieses Weges mit uns zu gehen, ist herzlich dazu eingeladen. Kommt einfach vorbei.
Es finden ständig Vorträge, Filmabende, Lesungen und Wochenenseminare statt und auch unter der Woche ist tagsüber fast immer jemand da, den*die ihr ansprechen könnt. Einmal im Monat öffnen wir ausserdem für einen Abend unsere Türen zur „Roten Völlerei“ und „Katerschmiede“.

[kany] (Lautschrift des franz. Wortes: canuts)
ist der Name der Seidenweber aus Lyon, die 1831 und 1834 aufbegehrten. Mehrere Tage hielten die Weber wichtige Teile der Stadt in ihren Händen, bis der Arbeiteraufstand blutig niedergeschlagen wurde. Ihre Rebellion gegen die schlechten Arbeitsbedingungen war die erste größere soziale Unruhe am Beginn des Industriezeitalters in Frankreich und eröffnete den offenen Kampf der Klassen.
Die Wahl dieses Namens für unseren Stützpunkt entbehrt nicht einer gewissen Willkür. Doch uns verbindet das Aufbegehren gegen den Kapitalismus, der Versuch, die eigene Geschichte bewusst zu gestalten, und die Erkenntnis, dass eine Geschichte jenseits von Ausbeutung und Herrschaft möglich war und ist. Das Leid der geknechteten Vorfahren, die Rückschläge und Niederlagen der Aufsässigen nähren in uns das Motiv der Rache. Denn noch geht der ganze Mist, die Herrschaft und Staat und Kapital, weiter. „Das Entscheidende, durch das die Elemente der Überlieferung, wie die des Gegenwärtigen, zu einer Art Einheit [sich] zusammenschließen, fragmentarisch wie sie sein mag, liegt in der Erkenntnis des Unrechts und seiner Hüllen.“ (Max Horkheimer)
Und so bleiben wir nicht untätig, sondern weben weiter am Leichentuch der alten Welt, wie es bereits in der „Klage der Lyoner Seidenweber“ von 1831 heißt.

 
Mach mit und unterstütze uns:
Das [kany] und ist kein Geschäft, wir verlangen weder Eintritt, noch verkaufen wir irgendetwas. Doch auch ein sozialistischer Stützpunkt kostet Geld und neben Miete, Gas, Strom und Telefon/Internet, muss auch immer mal wieder etwas angeschafft werden. Von der geringer Förderung durch Stadt und Land können wir das [kany] höchstens zufinanzieren. Deswegen spenden unsere Aktiven und Freund*innen unseres Verbandes regelmäßig, um die Existenz unseres Treffpunkts finanziell abzusichern. Daneben fallen ausserdem zahlreiche Arbeiten an. Wenn Du unsere politische Arbeit unterstützen möchtest, kannst Du Dich gern mit einbringen und/oder spenden. Wenn Du eines vom beidem möchtest, schreib uns einfach.

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