SAMSTAG 11.02 20 Uhr im [kany]: Der diskrete Charme des Stalinismus – Die AXT liest Peter Hacks

++DIE VERANSTALTUNG FINDET SAMSTAG, 11.02 – (UND NICHT WIE FÄLSCHLICHERWEISE ANGEKÜNDIGT FREITAG, 10.02) – STATT++

„Eingestandenermaßen ist die Kunst eine Waffe. Eingestandenermaßen ist ein Holzhammer eine Waffe. Nach Aristoteles folgt hieraus nicht, daß die Kunst ein Holzhammer sein müsse. Es folgt eher, daß die Kunst eine um so bessere Waffe sei, je bessere Kunst sie ist.“ (Peter Hacks).

Hacks war Dramatiker, Dichter, Kinderbuch Autor und Kommunist. Er zog freiwillig aus der BRD in die DDR, war Anhänger des Sozialismus unter Walter Ulbricht, unter dem er selbst und seine Kunst nicht besonders gut gelitten waren, lehnte den Kurs Honneckers, unter dessen Herrschaft er gut gelitten war, ab. Die Stasi verteidigte er, die ihn gleichwohl überwachte. Kollegen galt er als bürgerlicher oder aristokratischer Dichter, sein Haus inder Mark Brandenburg nennen die Anwohner noch heute „Burg“. Nach dem Ende der DDR konnte er sich mit dem wiedervereinigten Deutschland nicht anfreunden, schrieb zwar weiter, hielt sich vom Kulturleben aber fern.

 


Über sich selbst schrieb er:

„Ich möchte gern ein Holperstein /
in einer Pflasterstraße sein. //

Ich stell mir vor, ich läge dort /
Jahrhunderte am selben Ort, /
Und einer von den Kunsteunuchen/
Aus Medien und Kritik / Käm beispielsweise Hacks besuchen/ Und bräch sich das Genick.“

An die Menschheit konnte er nach eigenem Bekunden nur mit MItleid denken, aber nicht, weil er ein besonders moralischer Mensch gewesen wäre, sondern aus politischer Nüchternheit, die ihn gleichzteitig nicht daran hinderte sich die fantastischsten Geschichten für Kinder auszudenken.

In der Lesung geht es mit Witz und wütender Zuversicht um den Weltkommunismus, Stalin, Ulbricht, die Mauer, die „Schreckenswende“ und die Wendehälse, Verräter, einen Appell für die Neuausstattung des Leninplatzes, die Jetztzeit, Denkmäler und Gedenkstätten der Sozialisten und – die Liebe. Denn: »Die Liebe und die Sowjetmacht / sind nur mitsammen darstellbar.«

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