Der Maoismus in der Kulturrevolution: Strategie der Rebellion oder staatstragende Kraft?

Vortrag und Diskussion mit Ralf Ruckus am 7. Dezember 2026 um 18:30 Uhr im [kany]

Die Kulturrevolution von 1966 bis 1969 in der Volksrepublik China inspirierte nicht nur die aufständische Jugend und Arbeiter:innen vor Ort, sondern auch Bewegungen in vielen Teilen der Welt. In der Volksrepublik befeuerte eine bestimmte Auslegung des Maoismus in diesen Jahren den sozialen Aufstand der Rebell:innen von unten, eine andere Auslegung diente den Parteiführer:innen als Rechtfertigung für die Niederschlagung von oben. In der Veranstaltung wird dieser Spaltung in einen “linken” und einen “rechten” Maoismus nachgegangen, die politische Bewegungen in der Volksrepublik auch weiterhin prägen sollte.

Ralf Ruckus untersucht seit Langem die sozialen Kämpfe in China wie auch dessen politische Ökonomie und Stellung im globalen Kapitalismus. Ralf hat die Bücher Der kommunistische Weg in den Kapitalismus. Wie soziale Unruhen und deren Eindämmung die Entwicklung Chinas seit 1949 vorantreiben (Dietz Berlin, 2024) und Die Linke in China. Eine Einführung (Mandelbaum, 2023) geschrieben und weitere übersetzt und herausgegeben, darunter Die andere Kulturrevolution 1966–1969: Der Anfang vom Ende des chinesischen Sozialismus (Mandelbaum, 2019) von Wu Yiching. Ralfs Veröffentlichungen finden sich auf gongchao.org und nqch.org.