Jour Fixe April: Julia Engelmann und die Beschissenheit des Lebens

julia engelmann

Diesen Donnerstag:
Wo: Filler Erfurt
Wann: Donnerstag 3. April
Uhrzeit: 19.30 Uhr

Anfang des Jahres machte ein Video des Poerty Slam Auftritts von Julia Engelmann die Runde. Mittlerweile wurde es bei Youtube über 5 Millionen Mal gesehen. In dem Text geht es um „die Geschichten die wir später gern erzählen“ würden, von einem Leben voller Spontanität und Abendteuer, in dem sich Menschen begegnen und sich gestehen können, was sie sich bedeuten – während die Wollen schon wieder Lila werden. Allerdings erzählt der Text nicht diese Geschichten, sondern stellt zunächst einmal fest, dass wir Meister des Selbstbetrugs sind, zu Leben vertagen und deshalb später nichts zu berichten hätten. Daran schließt der Text den Appell an im hier und jetzt zu leben, in vollen Zügen, damit man später auch genug zu erzählen hat. Die Zeitungen waren zunächst voll des Lobes, dann folgte die Kritik. „GROSSARTIG! Es gibt kein anderes Wort dafür! Und ja: Auch die Versalien müssen sein!“ hatte stern.de getitelt, eine abgedroschene Botschaft, um die es alle zwei Wochen in der Neon ginge antworten andere. Während die eine ihre Natürlichkeit und Nervosität einer jungen Studentin lobten, sahen andere darin eine perfekt einstudierte Ästhetik einer Schauspielerin.

Der Jour Fixe will den Text genauer unter die Lupe nehmen und danach fragen, welchen Nerv er eigentlich trifft und welche Antworten er bietet.

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