Klausurtagung der Helfer*innen

Vom 19. bis 21. November haben sich die ehrenamtlichen Helfer*innen, sowie die Projektreferentin von Perspektive Bleiben getroffen, um auf die Arbeit im Kidsklub zu reflektieren und das kommende Jahr zu planen.

Konkret haben wir uns mit (zunächst überfordernden) Situationen im pädagogischen Alltag beschäftigt und gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickelt. In der Co-Helfer*innenzeit konnten wir uns zu zweit Arbeitsschwerpunkte in der Pädagogik überlegen und die kommenden Öffnungszeiten konzipieren. Das Ergebnis ist, dass die Öffnungszeiten nun feste Schwerpunkte haben:

  • in der montags Öffnungszeit wird in Zukunft viel gezockt! In kooperativen Spielen sollen die Kinder spielerisch Aushandlungsprozesse gestalten und Erfolgserlebnisse miteinander teilen. Das Konzept bezieht mit ein, dass das Gaming auch mit den Kindern besprochen wird: Wann zocke und ich warum? Was macht beim Spaß beim Zocken und was nicht? Gibt es vielleicht auch gefährliche Modi und wie kann man damit umgehen?
  • dienstags treffen sich die Rofas. Hier liegt der Schwerpunkt auf der festen Gruppenarbeit. Bis März sind viele Aktionen geplant (Backen, Ausflüge, etc.). Ab März sollen die Kids dann vermehrt das Zepter in die Hand nehmen und auch längerfristiger Aktionen mit- planen und organisieren.
  • donnerstags gibts nun ein Kreativangebot: An die Kidsklub on Screen #2 Angebote anknüpfend, wird Musik gemacht und Filme gedreht. Die Kinder lernen hier Skills im gestaltersichen Medienbereich und können neue Neigungen und Fähigkeiten entdecken, gemeinsam Inhalte, Inszenierung, Komponierung überlegen und umsetzen.
  • auch kommendes Jahr wird es samstags viele Ausflüge geben. Geplant sind sachen wie Schlittenfahren, ein Besuch im Plenatarium und vieles mehr.

Die Jahresplanung hat ergeben, dass wir auch kommendes Jahr aufs Zeltlager fahren, mit den Rofas einen Ausflug nach vermutlich Nürnberg machen werden, das “Rofa und Radikal” des Bundesverbandes besuchen werden, der Termin für die Herbstferienaktion steht, der für ein großes Sommerfest und vieles mehr. Stay tuned!

In dem Slot “Konsequenzen und Strafe in der Pädagogik” haben wir uns mit unserem Verwarnsystem auseinandergesetzt, da sich im Alltag gezeigt hat, dass ein festes Modell von “drei Verwarnungen und dann eine vorher mit allen besprochene Konsequenz” die Möglichkeiten des pädagogischen Handelns nimmt, was Kinder und Helfer*innen in der Vergangenheit in blöde Situationen gebracht hat. Wir haben nun einen anderen Umgang entwickelt für eskalierende, schwere Situationen. Intgeressiert? Komm zur AG Gryph!

Danach haben wir das Projekt Perspektive Bleiben mit einem externen Referenten reflekiert. Der Zwischenstand ist, dass es den Umständen entsprechend (Covid-19 seit Beginn des Projekts erschwert natürlich alles erheblich) sehr gut klappt, geflüchteten Kindern die Teilnahme an unseren Maßnahmen zu ermöglichen. Viele Kids mit Fluchthintergrund sind wie selbstverständlich fester Bestandteil des Kidsklubs und prägen alle Angebote entscheidend mit und die in zahlreichen Fortbildungen erarbeiteten Methoden ermöglichen es uns, auf mögliche besondere Bedarfe einzugehen. Besonders gefreut hat uns die Feststellung, dass sich im Projektzeitraum Alltagsrassismus bei anderen Kidsklub Kids vollkommen abgebaut hat und das gar kein Thema mehr im Kidsklub ist.

In dem letzten Slot haben wir uns mit der Prägung von Kindern durch ihr Umfeld, die Verhältnisse in denen sie aufwachsenen und ihrer Entwicklung auseinandergesetzt. Von der Frage ausgehend, was man unterschiedlichen Kindern wie zumuten kann haben wir gemeinsam mit der Referentin erarbeitet, dass sich diese Frage weniger durch das Alter der Kinder beantworten lässt, sondern eher durch ihre Umfelder, in denen sich unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten ergeben. Wir haben darüber diskutiert, was man als (ehrenamtliche) Helfer*in auffangen kann und was alles nicht. Hier haben wir den Schwerpunkt besonders auf geflüchtete Kids gelegt, deren Lebensrealitäten sich auf Grund meherer Faktoren von denen der anderen Kids unterscheiden. Das Ergebnis der Diskussion ist, dass wir Helfer*innen uns nocheinmal mit den Erwartungen die wir an uns und unsere Arbeit kritisch auseinanderzusetzen haben.

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