Beethoven-Wochenende: wir sind dabei!

Ende August findet das gemeinsame Wochenende der Beethovenverbände (linke und sozialdemokratische Jugendorganisationen) statt. Wir sind dabei mit einem Workshop zu Klassismus und Klassenbegriff. Das Wochenendseminar findet vom 31. August bis 02. September statt. Mehr Infos zur Anmeldung hier.

Jede revolutionäre Bewegung beginnt an einem schicksalhaften Ort. Für die Beethovenverbände war dies das Café Beethoven in Bonn. Anfang der 2000er Jahre trafen sich dort Vertreter_innen aller Jugendverbände, die der Arbeiter_innenbewegung nahestehen, um gemeinsam über Auswirkungen des kapitalistischen Systems zu diskutieren und Lösungsansätze
zu formulieren. Bis heute sind die Beethovenverbände diesem Ziel treu geblieben. Zusammen kämpfen sie für eine solidarische, sozial gerechte und freiheitliche Gesellschaft.

Mit verschiedenen Workshops wollen wir uns mit politischen Ansätzen zu Antidiskriminierung und Teilhabe auseinander setzen.

Kundgebung diesen Sonntag: Gegen die Kriminalisierung von Seenotrettung

Das Sprachcafé und Linksjugend Solid rufen zu einer Kundgebung am Sonntag auf. Hier findet ihr die Facebook Veranstaltung und ihren Aufruf.

Weiterhin verschärfen sich die politischen Mittel, welche gegen Geflüchtete eingesetzt werden, auf allen Ebenen. Neben den deutschen Asylrechtsverschärfungen, der zunehmenden europäischen Abschottung durch Frontex und Deals und finanzielle Unterstützung von „Aufnahmeländern“ wie Jordanien, Libanon oder Lybien, werden auch diejenigen, welche Geflüchteten helfen wollen, zunehmend kriminalisiert und in ihrer Arbeit behindert.

Die 12 Jugendlichen, welche jüngst in der Thailändischen Höhle vor dem Ertrinken gerettet werden konnten, hatten das Glück, nicht auf dem Weg nach Europa zu sein. So war ihnen eine ausführliche Medienberichterstattung und warme Anteilnahme gewiss. Empathie also dort, wo sie nichts kostet und zur Versicherung der eigenen Menschlichkeit. Für diejenigen geschätzt 1400 Menschen, die seit Anfang des Jahres im Mittelmeer ertrunken sind, gibt es in der Regel eine gute Portion bürgerlicher Kälte und Rationalisierungen in der Sprache der instrumentellen Vernunft, welche die Menschenleben, um die es bei der derzeitigen Asylpolitik geht, hinter der Sprache der Verwaltung – „Asylwende“, „Transitzentren“, „Zurückweisungen“, „Lastenteilung“, etc. – verschwinden lässt. Dabei wird der Tod von immer mehr Menschen willentlich und sehenden Auges in Kauf genommen.

Mit dieser Welt gibt es keine Verständigung. Wie gehören ihr nur in dem Maße an, wie wir uns gegen sie auflehnen.

 

Solidaritätsbekundung auf dem Frauen*-Theorie-Seminar

Im Rahmen des diesjährigen Frauen*-Theorie-Seminars, welches wir wieder aktiv mitgestalteten, wurde auch eine gemeinsames Foto gemacht, um unserer Trauer um die ermordete Genossin Sophia Ausdruck zu verleihen.

Wir trauern um die ermordete Genossin, Aktivistin und Freundin Sophia – eine Frau, die einfach nur alleine reisen wollte.
Getroffen hat es Sophia, aber patriarchale Gewalt gegen Frauen schränkt uns alle ein. Die Sorge um unsere Sicherheit und körperliche Unversehrtheit begleitet uns ständig.
Damit können und wollen wir uns nicht abfinden. Wir kämpfen für eine Welt, in der Frau-Sein kein Grund mehr ist, Angst haben zu müssen.

Wider die Gewalt gegen Frauen – Kampf dem Patriarchat