Jour Fixe: Georg Lukács: Verdinglichung und Klassenbewusstsein

29. Juni 2015
Filler Erfurt (Schillerstr. 44, 99096 Erfurt)
19.30 Uhr

Georg Lukács Denken ist gekennzeichnet dadurch, dass er das Phänomen der Verdinglichung in das Zentrum seiner Überlegungen rückt. In seinem Werk „Geschichte und Klassenbewußtsein“ beschreibt er, wie sich die gesellschaftlichen Verhältnisse im Zeitalter der Warenproduktion in die Wahrnehmung der Subjekte einschreiben. Dies führt gemäß Lukács mithin dazu, dass sich die gesellschaftliche, also von den Menschen gemachte Welt, ihnen gegenüber darstellt, als würde sie außer ihnen existieren, zur zweiten Natur werden. Doch erschöpfen sich Georg Lukács Ausführungen nicht darin, die Hindernisse für die korrekte Erkenntnis der gesellschaftlichen Welt und damit der Errichtung einer befreiten Gesellschaft zu ergründen. Vielmehr ist ihm daran gelegen, entgegen den Tendenzen seiner eigenen Theorie das Proletariat, dem er ein objektiv vorhandenes Klassenbewusstsein zuschreibt, theoretisch als revolutionäres Subjekt zu retten.

Dies, also einige Aspekte des theoretischen Wirkens des Autoren von „Geschichte und Klassenbewußtsein“, sowie die Person Georg Lukács selbst, soll Gegenstand des Vortrages sowie des daran anschließenden Gesprächs sein.

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