Jour Fixe Programm im Februar, März, April

Unser Jour Fixe Programm für die Monate Februar/März/April

Einmal im Monat veranstalten wir einen Jour Fixe. Neuer Veranstaltungsort ist die Saline34 in der Salinenstraße 34 und neuer Termin ist immer der letzte Montag im Monat.Unsere Jour Fixe Veranstaltungen sollen zur Diskussion anregen, sollen offen sein für ganz unterschiedliche Themen und Betrachtungsweisen. Die JourFixe Veranstaltungen sollen unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben zu einem selbstgewählten Thema zu sprechen.

Anmerkungen zur Kritik an Hartz IV und zur Geschichte des deutschen Sozialstaats

23.02.2015 – 19.30 Uhr – Saline34

Zehn Jahre ist es her, dass das vierte Hartz-Gesetz in Kraft trat. Die Agenda 2010, die Hartz-Gesetzgebung und die damit verbundene Umstrukturierung von Sozialstaat und Arbeitsmarkt gehören zu einem der folgenreichsten Projekte eines Klassenkampfes von oben. Während Deutschland in den 90’ern noch als „kranker Mann Europas“ bezeichnet wurde, nimmt man sich heute in Europa ein Beispiel an seiner Sozialgesetzgebung. Demgegenüber ist es in gesellschaftskritischen Kreisen relativ ruhig um Hartz IV geworden. Aus diesem Grund möchte der Vortrag einige grundlegende Gedanken zu Hartz IV und dem deutschen Sozialstaat entwickeln und nach den Grundlagen einer adäquaten Kritik fragen. Von linker Seite wird oftmals die Kritik formuliert, Hartz IV sei eine Demontage des Sozialstaats gewesen. Dies mag dahingehend richtig sein, dass die staatlichen Transferleistungen mit Hartz IV erheblich gekürzt wurden und sich damit die Reproduktionsbedingungen von Arbeitslosen und Lohnabhängigen verschlechtert haben. Andererseits wurden mit Hartz IV jedoch wesentliche Funktionen des Sozialstaats – insbesondere die Kontrolle derjenigen, für die das Kapital keine unmittelbare Vernutzungsmöglichkeiten hat – ausgebaut. Deshalb, so eine These des Vortrags, muss die Kritik an Hartz IV eine Kritik des Sozialstaats als solchem beinhalten. Der Vortrag hat nicht den Anspruch einer umfassenden Abhandlung, sondern möchte einige Thesen zur Diskussion stellen.

Hatred – Das Spektakel Amoklauf

30.03.2015 – 19.30 Uhr – Saline34
 
Amokläufer an Schulen – das sind zumeist verdammt normale Typen: Weiße Männer aus dem Mittelstand welche die Oberstufe absolvieren und keineswegs unter schwerwiegenden psychischen Erkrankungen leiden.
In dieser Veranstaltung soll ein Blick darauf geworfen werden, an welchen Maßstäben und Konventionen diese Menschen einerseits scheitern und wie sie diese andererseits in ihren Taten bis zum totalen Exodus radikalisieren. Außerdem wird in diesem Zusammenhang die Selbstwahrnehmung und -inszenierung der Täter, sowie deren Rezension in den Medien thematisiert.

HIP HOP Eine (Jugend-) Subkultur in ihrer Entstehung, Entwicklung und Integration in den Kulturindustriellen Mainstream

27.04.2015 – 19.30 Uhr – Saline34

Mit dem Sample „hip hop, it started out in the dark/ they used to do it out in thePark“ von einem alten Song ihres Idols Mc Shan und den folgenden, von ihnen selbst verfassten Zeilen „Yeah, that’s a quote from MC Shan/ without it I’d be an empty man“ beschrieben die beiden Künstler PaceWon und Mr.Green auf dem Song „Hip Hop“ ihre Sozialisation in der HipHop-Kultur.. Sie sind exemplarisch für eine Generation von Künstlern, sozialisiert in der Mitte der 1970er in der Bronx in New York city -oder auch im Stadtteil Harlem, je nachdem wo man fragt- entstandenen Subkultur, bei der es zu der Zeit ausschließlich ums Feiern ging.
Als sich die Rolle der Rapper oder damals eher des „Master of Ceremony“= MCs weg vom Partyanheizer für die Djs, damals die Stars dieser Veranstaltungen, hin zum eigenständigen Live-Künstler veränderte, war der Grundstein für Hip Hop gelegt: Beat und Rap (Damals noch unstrukturiert während der Party in auschließlich gefreestyledten Reimketten vorgetragen, später gerne halbstündig und unstrukturiert auf Kassetten aufgenommen). Die anderen Beiden der grundlegenden „four elements“ des HipHop waren Breakdance, der sich zeitgleich auf der Tanzfläche abspielte und Grafitti, wofür die New Yorker U-Bahn herhielt. Wie entwickelte sich daraus eine Milliarden Dollar schwere Industriebranche? Und was ging dabei warum verloren? Was wurde im Rückblick bewahrt und gewonnen?Mit diesen Fragen wollen wir dieses Mal beim Jour Fixe der Falken Erfurt beschäftigen. Word.

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