Kritische Theorie und Geschlecht

Donnerstag, 24. September 2020 von 19:00 bis 21:30 via Zoom

Seit einigen Jahren wird wieder vermehrt diskutiert, wie sich materialistisches und feministisches Denken verbinden lassen. Allerdings hat der ‚new materialism’, der in der akademischen Geschlechterforschung aktuell stark rezipiert wird, wenig mit einer Kritik der politischen Ökonomie in Marxscher Tradition zu tun. Marxistisch-feministische Ansätze wiederum stellen in erster Linie auf geschlechtliche Arbeitsteilung als ein entscheidendes Moment kapitalistischer (Re-)Produktionsverhältnisse ab. Welche Zugänge die Kritische Theorie eröffnet, die ab den 1930er-Jahren von Max Horkheimer, Erich Fromm, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und anderen entwickelt wurde, soll im Vortrag dargestellt und diskutiert werden. Deutlich wird dabei werden, dass deren historisch-materialistische Perspektive über Kapitalismuskritik im engeren Sinne hinausgeht, insofern sie als kritische Theorie bürgerlicher Gesellschaft und Subjektivität immer auch Kritik herrschaftsförmiger Geschlechter- und sexueller Verhältnisse bedeutet.

Barbara Umrath ist Post-Doc am Institut für Geschlechterstudien der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln. Ihre Dissertation „Geschlecht, Familie, Sexualität. Die Entwicklung der Kritischen Theorie aus der Perspektive sozialwissenschaftlicher Geschlechterforschung“ ist im März 2019 im Campus Verlag erschienen.

Die Veranstaltung wird auf Zoom stattfinden. Der Zoom Link wird wenige Tage vor der Veranstaltung hier veröffentlicht. Da wir während der Veranstaltung miteinander ins Gespräch kommen wollen, ist ein Computer oder Smartphone mit Mikrofon von Vorteil.

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