Industrie. Kapital. Arbeit. Bildungsfahrt ins Ruhrgebiet

Vom 15. bis 17. September 2023 fahren wir nach Essen und beschäftigen uns mit der Vergangenheit und Zukunft dieser Industrieregion

Die Romantisierung von Arbeit fand einen ihrer Höhepunkte während der Zeit der Kohleförderung und Stahlproduktion im Ruhrgebiet: „Euer Grubengold hat uns wieder hochgeholt/ du Blume im Revier“ singt Herbert Grönemeyer im gleichnamigen Lied beispielsweise über Bochum. Gemeint ist aber die gesamte Metropolregion Ruhr, die seit dem beginnenden 19. Jahrhundert eng mit Namen wie Krupp verbunden ist und im 20. Jahrhundert erst als Waffenschmiede des Dritten Reichs fungierte und dann nach dem verlorenen Krieg maßgeblich zum sogenannten Wirtschaftswunder in Deutschland beigetragen hat. Bis heute prägt ein positiver Bezug sowohl auf die Unternehmer, die durch die Industriearbeit ihr Vermögen vermehren konnten als auch auf die damit einhergehende proletarische Kultur der Arbeiter und Arbeiterinnen den Blick auf die Vergangenheit des Ruhrgebiets. Dabei gerät oft aus dem Blick, dass Staublungen, Klimawandel und die Ausbeutung von Arbeitern neben der vielen Kohle ebenfalls gefördert wurden. Heute ist vom dreckigen Arbeitsalltag der Kumpel nicht mehr allzu viel zu sehen. Die Zechen sind stillgelegt, die meisten Arbeiter verstorben oder mit privatwirtschaftlichen Erwerbsunfähigkeitsrenten vertröstet. Malochen tut man aber immer noch gerne. Woran liegt das eigentlich?

Wir wollen gemeinsam auf einer Bildungsfahrt über ein ganzes Wochenende die Stadt Essen erkunden. Dabei schauen wir uns die Zeche Zollverein an, einen der Top-Abbauorte für Steinkohle, der nicht umsonst den „Eiffelturm des Ruhrgebiets“ beherbergt. Außerdem wollen wir den Wandel von Industriestruktur zu Industriekultur besser begreifen, etwas über die Erfahrungen und Arbeitskämpfe der (Gast-)Arbeiter in der Region erfahren und uns in zwei Workshops einerseits damit auseinandersetzen, welche Rolle „Klasse“ eigentlich angesichts des sich verändernden Kapitalismus für politische Kämpfe heute spielt und uns andererseits zu Deindustrialisierung austauschen. Einen Stadtrundgang wird es auch geben.

Einige organisatorische Infos zur Fahrt:

Der Teilnahmebeitrag für die Fahrt beträgt 20,00 Euro.

An- und Abreise: Wir treffen uns am Freitag, den 15.09.2023 m 9:00 Uhr am [kany] in der Thälmannstraße 26 in Erfurt. Die Anreise erfolgt mit zwei Fahrzeugen. Am Sonntag, den 17.09., werden wir ca. um 17:00 Uhr wieder am selben Ort in Erfurt sein. Die Abfahrts- und Ankunftszeit ist leider nicht flexibel. Bitte beachte, dass eine spätere Anreise oder frühere Abreise vom Seminar deshalb im Bedarfsfall von dir selbst individuell zu organisieren wäre und die Kosten für eine separate An- und Abreise nicht durch uns übernommen werden können.

Um dich für die Fahrt anzumelden, füll uns einfach den Fragebogen unter dem folgendem Link aus. Wir melden uns spätestens in der Woche vor der Fahrt per Mail mit letzten Infos bei dir. Für Fragen sind wir per Mail erreichbar unter oder telefonisch unter 0361 430 281 01.

Anmeldung unter: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScgOszaqJCmY2VlnmrhohLr8CTz-sVW5bj39Eo-5AEUnr7DFQ/viewform?vc=0&c=0&w=1&flr=0&pli=1