Vortrag und Diskussion zur Einführung in die Gesellschaftskritik

Ermittelt gegen die Wirklichkeit: Agent Lemmy Caution.
Ermittelt gegen die Wirklichkeit: Agent Lemmy Caution.
Vor noch nicht einmal einem Jahrhundert schrieb Bertold Brecht, es sei eine Lust unseres Zeitslters, alles so zu begreifen, dass wir eingreifen können. Heute scheint diese Lust an der Gesellschaftskritik den Leuten völlig vergangen zu sein.
Die berechtigte Frage lautet: Wozu soll eine “theoretisch” Gesellschaftskritik zu gebrauchen sein, wenn sie doch keinen Misstand aus der Welt schafft. Weder die löhne erhöht, noch den regenwald rettet? Haben die SPD, die Grünen, Greenpeace und tausend andere initiativen nicht bewiesen, dass es “mehr bringt” “konkret” was für die Leute und die Umwelt zu tun, als sich über Zettelbergen und staubigen Büchern den Kopf über Gott und die Welt zu zerbrechen?
Unsere Antwort heißt nein! Nicht weil staubige Bücher dafür sorgen, dass man akademisch daher quatschen kann und belesene Leute bessere Menschen sind, sondern weil eine kritische Theorie der Gesellschaft der einzig durchdachte ausdruck der Wut über die Verhältnisse ist.
Die Verzweiflung und Wut, die ensteht, wenn man an einem schönen Sommertag in der Schule und Uni oder auf Arbeit einen Blick aus den Fenster wirft; der Ärger, der entsteht über das nächste Ding, das man möchte und doch nicht bezahlen kann, die Trauer und Angst über die schlechte Note in Schule oder Uni und tausend andere Dinge, die unseren leben so schwer machen, uns jeden Tag soviel Ärger und Leid bereiten, dass wir wohl depressiv darüber würden, lässt sich nur in ein Kritik der ganzen Gesellschaft formulieren.
Das soll im Workshop vorgetragen und diskutiert werden.

Wann? Samstag 19.06., 18.00 Uhr.
Wo? Magdeburger Allee 46, auf Höhe der Lutherkirche.

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