Neue Artikel online

Wir haben uns die Mühe gemacht, die besonders lesenswerten Artikel der letzten Ausgaben der Anderen Jugendzeitung unseres Bundesverbandes online zu stellen. Ihr findet sie unter dem Reiter „Texte“ in der Rubrik AJ-Artikel.

Mit dabei:

  • Armut und Gesundheit – Lebenserwartung hängt von der Klassenzugehörigkeit ab. AJ 1/2011
  • Recht auf Gesundheit: Nicht für alle? Arbeit der Medibüros gegen Rassismus im Gesundheitssystem
  • Wie war die Welt voll von Blumen in diesem Mai… Die Proteste in Frankreich im Mai ’68. Dreiteiliger Artikel AJ 1 – 3/2012.
  • „Ob Kinder oder keine, bestimmen Frauen alleine!“ Der §218 und die Frauenbewegung. AJ 3/2013
  • Sozialistische Gegenkultur – „Kritik an den Verhältnissen sichtbar machen“. Ein Interview mit dem Gegenkulturverlag. AJ 3/2013.
  • Aber hier leben? Nein Danke! Zur Konferenz gegen die Deutsche Einheit in Stuttgart. AJ 3/2013.

Nachbreitung Hauptsache Gesund Seminar

Wer nach dem Ratschlag noch zu Müde war, um zum Seminar zu kommen kann einen Teil des Inhalts im Text Hauptsache Gesund! auf der Homepage von Junge Linke nachlesen.
Ausserdem kann das Interview das die Sendung Reibungspunkt mit von uns im Vorfeld der Veranstaltung geführt hat jetzt online gehört werden (Interview bei Reibungspunkt).

PS Ausserdem ist eine neuer Artikel („Cut the Crap“) vom Genossen Robert Sprinzel aus dem LV Brandenburg aus der Zeitschrift unseres Bundesverbandes zum Engagement in Parteien online.

Gestern Morgen beim Gottesdienst

Sozialismus als Kitsch: eine porzellan Katze für Rosa

Am 17.01. gings morgens früh raus: 9.30 Uhr wollten wir am Rosa Luxemburg Platz sein, um den dort Versammelten unseren Redebeitrag vor den Latz zu knallen. Der Anlass? Das jährliche Gedenken an die Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts.
Der Grund? Die Versammelten von LINKE bis KPD LV Thüringen und ihre in Ausbeutung und Herrschaft verstrickte Denke.
Das Ganze verlief dann auch so erfolgreich, dass uns nach weniger als einem Drittel unserer Rede

Als stumme Götze beliebt.

das Mikrofon freundlich, aber bestimmt mit dem Hinweis entzogen wurde, den Gottesdienstbesuchern zu sagen was Sache ist, sei eine unerwünschte Art des Gedenkens. Dank ausreichender Vorbereitung wurde zügig das Mikrofon durch ein Megafon ersetzt und die Rede zu Ende gehalten.
Begleitet wurde der Rest der Rede dann von zunehmenden Auflösungserscheinungen der Kundgebung, Buh-Rufen und als, als sei der Religöse Charakter der ganzen Veranstaltung nicht schon offensichtlich genug, von einem „Pfui-Teufel“-Ruf einer aufgebrachten älteren Gottesdienstbesucherin. Unter der Behauptung, wir hätten noch nie etwas von Rosa Luxemburg gelesen, hielt man uns dann zum Abschluss noch Rosa Luxemburgs Briefe aus dem Gefängnis vor die Nase, als seien sie die Bibel der Götzenanbeter. Alles in allem war die Rede also sehr gelungen. Zur Dokumentation und als Diskussionsgrundlage werden wir in naher Zukunft unseren Redebeitrag online stellen, der gerade noch mit Fussnoten und Informationen versehen wird, um nicht den Eindruck zu erwecken, wir wüssten so wenig von und über Rosa Luxemburg wie die absolute Mehrheit der alljährlichen Trauergäste.

„…die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…“

Auch der machte z.B. sich nen Kopf über Geschichte: Walter Benjamin

Auch der z.B. machte sich nen Kopf über Geschichte: Walter Benjamin

Unsere Zeitensprünge Projekt ist zu Ende und unsere Stadtführung fertig. Zur Dokumentation ist unsere Broschüre
„… die Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen…“ – Versuche einer materialistischen Geschichtsschreibun -Erfurt in der Frühen Neuzeit
entstanden. Die Broschüre ist schon im Druck und kann dann bei uns bestellt werden. Wer nicht warten möchte, .pdf file reicht, kann die absofort hier runterladen!

Mit der Broschüre möchten zeigen, dass auch der Kapitalismus, dessen erste Formen sich in der von uns beschriebenen Epoche gegen den Feudalismus durchsetzten, nicht die Befreiung der Menschheit brachte. Denn auch wenn das heute weitestgehend vergessen ist, war dies einmal der Anspruch der bürgerlichen Gesellschaft. (…) So geht es überhaupt zu in der Geschichte: Herrschaft und Ausbeutung verändern ihre Form, bleiben aber bestehen.
Und noch etwas möchten wir zeigen: Es gab in der Geschichte immer schon Versuche, aus ihr auszubrechen, aus dem von den Menschen unbewusst gemachten sich über die sie dahin wälzenden mörderischen Prozess der Geschichte herauszutreten, hinein in eine Gesellschaft, die bewusst von ihren Mitgliedern gestaltet wird, als eine Gemeinschaft Aller ohne Zwang. Doch all diese Versuche wurden bis heute niedergeschlagen und viele im Blut ihrer Anhänger ertränkt.
Und so hoffen wir mit unserer Broschüre zeigen zu können, dass in der Geschichte nicht einfach nur Katastrophen stattfinden, sondern dass die Katastrophe ist, dass es immer einfach alles so weiter geht und zugleich Mut zu machen, dass dieses „weiter so“ immer schon in Frage gestellt wurde und nicht an der Unmöglichkeit seines Ansinnens gescheitert ist, sondern an der Gewalt derer, die an Herrschaft und Ausbeutung festhalten.

Wenn ihr die dazu gehörige Stadtführung mit uns machen wollt schreibt uns, wir freuen uns!

Die Position unserer Kritiker

Auf den unseren Indymediaartikel gab es eine Reihe von Antworten die wir der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollen. Im Laufe des Wochenendes werden wir eine Stellungnahme zu den Vorwürfen formulieren.

Achtung: Sozialdemokratie
… 17.05.2009 – 16:19
Mensch muss die „Linke“ nicht mögen. Doch wer seine Mitglieder ausschließt, wenn sie einer anderen Partei als der „SPD“ (!) angehören wollen, spricht nicht gerade von einem linken Proful: Eine Mitgliedschaft in einer anderen Partei als der SPD ist aufgrund eines Beschlusses von 1971 mit einer aktiven Mitgliedschaft bei den Falken unvereinbar. Der Antrag, ihn aufzuheben, wurde auf der Bundeskonferenz im Mai 2007 in Bielefeld mit einer Mehrheit von knapp zwei Dritteln der Stimmen abgelehnt.
Bei den Falken handelt es sich also um eine faktische SPD-Organisation. Mit linker Kritik an der Partei „Die Linke“ haben die also gar nix zu tun. Schließlich sind sie Teil der Sozialdemokratie.

xD
haha 17.05.2009 – 01:12
sowas kommt ausgerechnet von den falken…daran sieht mensch mal wieder wie eklig diese gruppe ist…
kein problem damit, dass die partei die linke kritisiert wird, aber warum nur diese? auch wenn einiges ziemlich hohl ist, hab ich doch lieber eine linkere regierung als eine cdu-geführte. wenn eine regierung überhaupt sein muss…
schön ist auch auf der falken-homepage, „hallo ich bin erster vorstand“ ahahahhahaha, ja wir brauchen hierarchien!!

hey Falken…
—- 17.05.2009 – 01:49
… ward ihr nich mal irgendwie SPD?? Und das mit den „sozialistischen jugendlichen“ müsst ihr mir mal erklären?? Es is ja nich so, das die „Links“-Partei keine Kritik verdient hat, aber was macht ihr sonst so?? Gibt es im Pseudowahlkrampf keine wichtigeren Ziele anzugreifen, statt die „Links“-Partei.

Wie ein Vorredner schon sagt, lieber „Links“-Partei als CDU und ich fügen noch an: besser als SPD, FDP etc

aba besser noch DIE PIRATEN und noch besser: keine von allen!!! Selbstbestimmtes Leben ohne Diktat von oben!!!!!

Kreuzen Freunde! Kreuzen!
Gekreuzigter 17.05.2009 – 08:52
Keine Sorge.. Die Kohle für die Weltrevolution ist gesichert…

…zumindest in Magdeburg. Dort wurde mir erklärt, dass sich die Falken (nur in MD?) von Lotto Toto bedienen. Das ist echt hart. Die Revolution ist ein Lottospiel. Alter, ich mach 3 Kreuze, wenn wir endlich im Kommunismus sind.

lustige vögel, die falken!
Uccellatrice 18.05.2009 – 11:02
die erfurter falken sind schon lustige vögel! sozialdemokrat_innen mit antideutschem habitus die auf lehramt studieren & sich daher bald als beamt_innen dem deutschen staat an den hals schmeissen werden. spätestens dann ist schluss mit rebellischem gestus – spätestens dann wird von ihnen in den institutionen der sozialpartnerschaft (GEW) politik gemacht. was ja nicht verkehrt ist. aber revolutionär ist das auch nicht…

wie hiess es doch bei der beliebten 80er-jahre punk band „slime“ so wunderschön: „Ihr seid Lehrer und Beamte, Seid Gelehrte sogenannte, Ihr schreibt Bücher, seid im Fernsehen. Und ihr glaubt, daß wir euch gern sehen. Immer kritisch und politisch, Marx und Lenin auf dem Nachttisch. Doch ihr habt was gegen Rabatz. Und macht den Bullen gerne Platz. Ihr seid nichts als linke Spießer“ – wie wunderbar, wie passend! das lied hätte auch „Die Falken Erfurt“ heissen können! wo ward ihr eigentlich, als das b-haus geräumt wurde?

Die Linken Spießer – Flugblatt zum Wahlkampfauftakt der Erfurter Linkspartei

Ab sofort online findet ihr unser Flugblatt zur Kritik der Linkspartei, das heute auf dem Erfurter Anger anlässlich ihres Wahlauftaktes verbreitet wurde (hier). Die Verbreitung fand leider ein jähes Ende nachdem die Diplom Pädagogin und Politikerin der Erfurter Linkspartei Susanne Hennig uns mit der Polizei drohte.
Frau Hennig die auch das Jugendbüro Redroxx mit betreibt, um einen „Stützpunkt für Leute, die Alternativen aufbauen und leben wollen“ zu schaffen, war offensichtlich wenig begeistertert davon, dass sozialistische Jugendliche die Linkspartei nicht als Alternative zum herrschenden Elend begreifen und diesen Umstand, anlässlich einer Veranstaltung der Linkspartei, öffentlich machten. Leider versäumten wir in diesem Moment es auf den Eklat ankommen zu lassen. So zogen wir uns zurück, verteilten im Umfeld der Kundgebung noch einige Flugblätter und zogen uns dann über den Mittag in den nächst gelegenen Park zwecks abhängen zurück.

neue Texte online, bald das Jahresprogramm und Projekt zur Schattenseite der Geschichte

schon länger geschrieben und auch schon verteilt/bzw. gehalten, sind unser Flugblatt zum Schulstreik im November und auch unser Grußwort zum Bundesausschuss der Falken in Erfurt nun online. Derweil arbeiten wir an unserem Jahresprogramm, diesmal soll es Workshops zum Thema Gender/Feminismus, Geschichte bei Walter Benjamin, Afrikabilder in Deutschland und Asylpolitik in Thüringen, einen Siebdruckworkshop und vieles mehr geben.
Ausserdem wurde unser Projektantrag bewilligt und es wird ein Projekt geben, das sich mit der Schattenseite der Geschichte auseinandersetzt. Näheres dazu bald hier.